Im Interview: Jan Morel

The Art of Studio Design

Es gibt nur wenige Studio- und Akustikplaner, die eine unverwechselbare Design-Handschrift besitzen – ein Jan Morel Studio erkennt man hingegen sofort, wenn man es sieht. Dezenz ist seine Sache nicht – vielmehr ist es exakt jener futuristische Stil, den Kunden wie David Guetta, Hardwell und Martin Garrix suchen. Doch nicht jeder verfügt über das Budget dieser internationalen Top-DJs und Produzenten. Aus diesem Grund arbeitet Jan seit kurzem mit Artnovion und Sessiondesk zusammen, um seine Signature-Akustikmodule und Studiodesks auch für ambitionierte Home- und Projektstudios erschwinglich zu machen. Das jüngste Schätzchen hört auf den Namen „Antares“ und wird auf der Dance Fair als Weltpremiere zu sehen sein.

Im Gespräch verrät uns Jan, was ein gutes Studiodesign ausmacht, warum Studiotisch nicht gleich Studiotisch ist und welche Rolle das eigene Herz zwischen all den akustischen Formeln einnimmt.

Erst Artnovion, jetzt auch noch Sessiondesk: Wie hast du die Sessiondesk-Macher der von Brönner-Familie kennengelernt?

Jan Morel: Das war 2018 auf der Integrated Systems Europe (ISE) in Amsterdam. Ich war bei Jorge (Jorge Castro, Geschäftsführer von Artnovion) am Stand und er machte mich mit Sebastian, Lars und Henrike bekannt. Die Entscheidung, etwas gemeinsam zu machen, fiel dann recht schnell.

Wenn man sich mit deinen Arbeiten als Studiodesigner beschäftigt, stößt man immer wieder auf den Begriff „The Art of Sound Design“. Wie würdest du das Verhältnis von „Kunst“ und „Wissenschaft“ in deinen Akustikdesigns gewichten?

Jan Morel: Jedes Studiodesign beginnt im Kopf und bleibt auch danach ein Projekt, in das viel Herzblut fließt. Das kann man „Kunst“ nennen – für mich ist es vielmehr eine Leidenschaft. Selbstverständlich hat jedes Design eine solide akustische bzw. physikalische Grundlage, um das Optimum aus einem Raumklang herauszuholen. Aber man darf sich eben nicht nur auf die Wissenschaft verlassen… 

Welchen Zweck muss ein Studiodesk in den Studios deiner Kunden in erster Linie erfüllen?

Jan Morel: Ein guter Desk muss vor allem dem eigenen Workflow dienen. Weiterhin ist er ein zentrales Studiomöbel und sollte daher auch als wichtiger Faktor für die akustische Gestaltung eines Raums betrachtet werden. Aus Erfahrung weiß ich, dass normale Tische die Raumakustik sehr negativ beeinflussen können. Deshalb beinhalten meine Desk-Designs immer auch Akustikmodule.

Ist das der Grund, warum die Studiomöbel von Sessiondesk so gut mit deinen Vorstellungen harmonieren?

Jan Morel: Ja, unter anderem. Was für mich aber viel mehr zählt: Die Menschen bei Sessiondesk hatten von Anfang an ein perfektes Gespür dafür, wie sich meine Vorstellungen und Designs mit der handwerklichen Konstruktion eines Desks verschmelzen lassen, ohne dass eine Seite Kompromisse eingehen muss.

Die erste Zusammenarbeit mit Sessiondesk und Artnovion trägt den Namen „Vector Desk“. Würdest du diesen eher als Spezialisten oder als einen universellen Desk bezeichnen?

Jan Morel: Der Name stammt aus der Mathematik und bezieht sich auf die Berechnung von Dreiecken mit Hilfe von Vektoren (Anm.: In der Mathematik beschreibt ein Vektor eine Bewegung oder Verschiebung im Raum). Hier findet sich wieder jede Menge Wissenschaft. Durch sein charakteristisches Design und die integrierten Akustikmodule ist der „Vector“ durchaus ein spezieller Desk, der jedoch in ziemlich jeder Umgebung einsetzbar ist. Nennen wir ihn also einen „universellen Spezialisten“…

Auf der Dance Fair 2019 in Utrecht (16.-17. März) kann man deinen neuesten Desk weltexklusiv in Augenschein nehmen – den „Antares“. Was hat es damit auf sich?

Jan Morel: Wie der „Vector“ basiert auch der „Antares“ auf mathematischen Formen und ist aerodynamisch optimiert, um die Akustik eines Raums zu verbessern. Darüber lässt sich der „Antares“ durch diverse Extras und Optionen individualisieren und personalisieren. Der Desk ist etwas ganz Besonderes und ich kann nur jeden einladen, sich den „Antares“ aus der Nähe anzuschauen.

Jan, vielen Dank für das Gespräch.


Mehr Informationen zu Jan Morels Design und Produkten findest Du unter sessiondesk.com/morel und artnovion.com.

Schreibe einen Kommentar