Was du beim Einrichten eines Studiotisches beachten musst 

Im Grunde nicht viel…unsere Sessiondesks sind sowohl im Aufbau als auch in der Einrichtung weitestgehend selbsterklärend. Und seien wir ehrlich: Wir stecken zwar unser komplettes Herzblut in unsere Tische, doch wenn es um den Praxiseinsatz geht, ist ein Studiotisch hinsichtlich seiner Komplexität kein SSL-Pult oder 3D-Surround-System.

Nehmen wir einmal an, du hast dich für den „Oktav“-Tisch aus der Basic Serie entschieden. Die Sessiondesk Basic Serie konzentriert sich auf die Grundbedürfnisse von Audioproduktion, Recording, Mastering und Songwriting und kombinieren eine reduzierte Ästhetik mit jeder Menge Workflow-Flexibilität.

Der Sessiondesk Oktav aus der Basic Serie

Quick Facts: „Oktav“

  • 156,6 cm breit, 100 cm tief, 92 cm hoch
  • 18 Einheiten (HE) Rackspace
  • In der Höhe verstellbares Mittelteil
  • Ablagefläche für Studiomonitore
  • Optional erhältliche Keyboard-Lade für Master-Keyboards, Controller und mehr

Aufbau

Beim Auspacken wirst du feststellen, dass die meisten Komponenten deines Studiotischs bereits fertig montiert sind und du diese nur noch mittels der mitgelieferten Schrauben und Bolzen untereinander verbinden musst. Alles, was du dazu brauchst, ist ein Schraubendreher, ein Sechskantschlüssel, ein Gabeldreher und ein Hammer.

Aufstellung & Ausrichtung im Raum

Sobald dein Oktav fertig montiert ist, musst du den bestmöglichen Platz dafür finden. Falls du dir unsicher bist, worauf du bei der Platzierung und Ausrichtung im Raum unbedingt achten solltest, geben wir dir im Folgenden ein paar hilfreiche Tipps. Selbstverständlich gelten diese (raumakustischen) Hinweise in erster Linie für Arbeitsplätze mit Studiomonitoren.

  • Achte auf eine Positionierung des Möbels in Längsrichtung des Raums mit ausreichend Abstand zur Rückwand hinter dem Abhörplatz. Dies begünstigt eine ausgewogenere Basswiedergabe. Auch in annähernd quadratischen Räumen solltest du darauf achten, ausreichend Rückraum zu lassen.
  • Achte auf den Abstand zur Rückwand hinter dem Tisch und den Studiomonitoren (min. 50 cm). Neben den raumakustischen Vorteilen hast du so einen freien Zugang zu deiner Equipment-/Rackverkabelung.
  • Achte auf den gleichen seitlichen Abstand zu den Wänden. Ein präzises Stereodreieck ist nur möglich, wenn für beide Lautsprecher die gleichen Schalllaufzeiten und Pegelverhältnisse durch seitliche Wand-Reflexionen gelten.

Platzierung des Equipments – Workflow-Typen
Dein „Oktav“ bietet viel Platz und ermöglicht eine flexible Positionierung deines Equipments auf den Oberflächen und in den Rackeinschüben. Doch zu welchem Produktions- und Workflow-Typ gehörst du?

1. Recording

Wenn du dein Studio vorrangig zum Aufnehmen einsetzt, wirst du höchsten Wert auf deine analoge Signalkette vor der Analog-Digital-Wandlung legen und verfügst, neben einem ausgezeichneten Audio-Interface bzw. AD-Wandler, eventuell auch über externe 19’’-Vorverstärker, Kompressoren, Channelstrips und/oder ein analoges Mischpult.

Über die beiden seitlichen Racks deines Oktav hast du während des Recording-Vorgangs alle wichtigen Regler permanent im Zugriff – etwa links die Interface- und Vorverstärkersektion, rechts die stärker klanggestaltenden Geräte (Channelstrips, Kompressoren, etc.) und mittig dein Mischpult als analoge Schaltzentrale vor der AD-Wandlung.

2. Mixing & Mastering

Wenn du dein Augenmerk verstärkt auf das Mischen (und Mastern) von Produktionen richtest, könnte ein DAW-Controller mit vielen Motorfadern und einer umfassenden Transportsektion das Herz deines Studiosetups bilden und einen zentralen Platz auf der Tischfläche deines Oktav einnehmen. Eventuell gönnst du deinem Rack auch einen analogen Summierer, um deinen DAW-Mischungen abschließend den von vielen geliebten analogen Kitt zu verpassen.

Zudem kannst du die breite obere Ablagefläche des Oktav nutzen, um verschiedene Abhörmonitore darauf zu platzieren und deine Mischungen auf mehreren Systemen zu überprüfen.

3. Elektro & Beats

Als Elektro- und Beats-Bastler wirst du vermutlich weniger mit 19’’-Hardware arbeiten, sondern ein ganzes Arsenal an Keyboards/Synthesizern, Sequenzern, Drum-Machines und Pad-Controllern auf deinem Oktav ausbreiten.

Je nach Workflow-Präferenz steht vielleicht der geliebte analoge Synthesizer, ein Master-Keyboard oder ein modernes Groove-Studio im Mittelpunkt, während andere Geräte nur für Spezialaufgaben zum Einsatz kommen.

In Kombination mit der optionalen Keyboard-Lade kannst du dir deine kreative Produktionsumgebung ganz nach Belieben einrichten, so dass jedes Equipment seinen festen Platz auf dem Oktav hat.

4. Komposition

Ganz gleich, ob du realistische Orchester-Arrangements ausarbeitest, Auftragsarbeiten für die berühmten „Fahrstuhlmusiken“ ausführst oder einfach nur einen umfassend gesampelten Flügel genießen möchtest – an einem 88er-Master-Keyboard mit Hammermechanik führt kein Weg vorbei.

Wie im letzten Studioguide-Beitrag „Warum brauche ich überhaupt ein professionelles Tonstudiomöbel? bereits beschrieben, kann ein großes Master-Keyboard jedoch schnell zu viel Platz in der Studiozentrale einnehmen und den Arbeitskomfort stören, indem der Zugriff auf Basics, wie Maus und Tastatur, erschwert wird.

Es gibt viele gute Gründe für die optional erhältliche Keyboard-Lade des Oktav. Dieser dürfte jedoch den Spitzenplatz einnehmen.

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