Warum brauche ich überhaupt ein professionelles Tonstudiomöbel?

Professionelle Arbeit im Tonstudio erfordert eine entsprechende Arbeitsumgebung – doch nicht nur Profis profitieren von einem speziell auf die eigene Produktionsumgebung zugeschnittenen Studiotisch!

Warum das denn? Ein großer Tisch mit ausreichend Ablagefläche tut es doch auch, oder?!

So oder ähnlich mag die eine oder andere Diskussion rund um das Thema Studiotische bereits abgelaufen sein. Und eventuell hast Du dich selbst schon gefragt, was genau die Vorteile eines professionellen Desks sind.

Gehen wir einmal die einzelnen Bestandteile – die Basics – in einem modernen, computerbasierten Home- oder Projektstudio durch. Du wirst sehen, dass es überall Stolpersteine gibt, die Deinen ergonomischen Workflow und damit deine Produktivität und Kreativität beeinträchtigen können und nicht zuletzt auch den Schutz Deines Equipments gefährden:

1. Computermonitor(e)

Ein Computer Monitor in einem Sessiondesk Trapez

Beginnen wir mit dem eigentlichen Mittelpunkt jedes computerbasierten Studios – dem Bildschirm. Obwohl das Audio-Interface bzw. die Kombination aus Preamps und Wandler die Schaltzentrale all Deiner Signale darstellt, ist es in der täglichen Produktionspraxis meistens der Computermonitor, der deine permanente (visuelle) Aufmerksamkeit hat.

Das Problem mit diesem: Er ist in der Regel sehr groß und nimmt, zumindest in der Breite und Höhe, viel Raum auf Deinem Tisch ein – insbesondere, wenn deine Projekte immer komplexer werden und Du Dein Setup um einen zweiten (oder sogar dritten) Monitor erweiterst.

Damit werden Computermonitore zu unerwünschten, schallharten Reflexionsflächen mitten in Deinem Stereodreieck und beeinflussen damit unter anderem die präzise Ortung und Platzierung von Signalen im Mix.

Auch mit unseren Studiomöbeln, etwa den Sessiondesk Modellen Oktav und Gustav aus der BASIC Serie, wirst Du diese grundlegende Problematik niemals komplett umgehen. Dank des höhenverstellbaren Mittelteils kannst Du diesen Effekt jedoch deutlich reduzieren und deine visuelle Schaltzentrale ganz nebenbei sicher aufstellen und optisch in Dein Setup integrieren.

2. Controller/Keyboard

Ein NI 88 Tasten Keyboard/Controller

Ein großes Master-Keyboard mit 61er- oder 88er-Tastatur ist eine tolle Sache und bietet mit seiner Controller-Vielfalt nahezu unendliche Möglichkeiten im Produktionsalltag. Doch wohin mit dem Teil? Wenn Du auch noch auf gewichtete Tasten und/oder Hammermechanik Wert legst, geraten Master-Keyboards schnell zu wuchtigen Platzräubern, die irgendwie immer im Weg sind, wenn man sie einmal nicht benötigt. Wer schon einmal ernsthaft versucht hat, seine Kombination aus Maus und Tastatur auf dem Keyboard zu verwenden, weiß, wovon wir reden. Auch die seitliche Platzierung im 90°-Winkel erweist sich als eher unkomfortabel, wenn Du gleichzeitig deine Sampler, Synthesizer oder sonstigen Plug-ins am Bildschirm einstellen möchtest – ein absolutes ergonomisches no-go, auch weil Du hierzu Deinen Sweetspot fortwährend verlassen musst.

Aus diesem Grund bieten wir unsere Sessiondesk BASIC Modelle Quintav und Oktav optional mit einer Keyboard-Lade an (denn nicht jeder nutzt ein Tasteninstrument), die Du je nach Bedarf heraus- und hereinfahren kannst. Auf diese Weise sparst Du Platz, kannst deine Arbeitsabläufe automatisieren und bleibst immer im kreativen Flow, ohne einen Drehwurm zu bekommen oder auf wacklige Eigenkonstruktionen zurückgreifen zu müssen.

3. Studiomonitore

Die Wahl und minutiöse Platzierung von Studiomonitoren im jeweiligen Raum sind ein Thema für ganze (Akustik)-Bibliotheken – damit wollen wir dich hier gar nicht langweilen. Ein entscheidender Punkt kann jedoch nicht oft genug betont und sollte daher immer beherzigt werden: das Stereodreieck. Dieses bildest Du, wenn deine Lautsprecher und Du ein gleichseitiges Dreieck bildet, so dass der Hörabstand dem Abstand der Boxen zueinander entspricht.

Weiterhin ist es entscheidend, dass sich deine Ohren in etwa auf der Höhe zwischen Hoch- und Tief-/Mitteltöner befinden. Hier verläuft (bei 2-Wege-Systemen) die akustische Achse des Lautsprechers, welche die optimale Klangqualität verspricht.

Alle Sessiondesk Tische der BASIC Serie bieten eine Ablagefläche für Nahfeldmonitore, so dass Du zum einen nicht auf Eigenbaukonstruktionen aus gestapelten Bücher o.ä. auf Deinem Schreibtisch angewiesen bist. Weiterhin sorgst Du mit einem professionellen Studiomöbel dafür, dass die Platzierung Deiner Lautsprecher auf unserer Ablagefläche die Grundvoraussetzungen für ein funktionierendes Stereodreieck erfüllen.

4. Audio-Interface/externe Hardware

Das Universal MKII Audio InterfaceWir lassen die Total-Analog-Nerds einmal außen vor und gehen davon aus, dass Du ein Audio-Interface besitzt und zumindest teilweise in der digitalen Welt arbeitest. Eventuell hast Du eines der vielfältigen Desktop-Interfaces, die sich komfortabel in optimaler Griffweite auf der Tischoberfläche positionieren lassen und hinsichtlich eines ergonomischen Workflows nur wenig Probleme bereiten. Doch wie positionierst Du ein 19’’-Interface am besten? Und wie gehst Du vor, wenn Du mehrere 19’’-Geräte besitzt?

Falls Du Dir bislang kein Rack zugelegt hast, wirst Du deine wertvollen externen Wandler, Preamps, Channelstrips oder Effektgeräte wahrscheinlich auf Deinem Schreibtisch stapeln und damit gleich mehrere Fehler begehen, von denen nicht vorhandene Befestigungen und fehlende Belüftungsabstände nur die offensichtlichsten sind. Ein ergonomisches Arbeiten ist unter diesen Umständen so gut wie ausgeschlossen.

Weiterhin stellen 19’’-Türme ab einer gewissen Höhe auch wieder ein akustisches Hindernis dar, dass Dir Deinen wertvollen Raumklang und Dein präzise ausgerichtetes Stereodreieck kaputt machen kann.

Jedes unserer BASIC Modelle – Gustav, Quintav und Oktav – bietet Dir 18 HE Rackspace, aufgeteilt auf mehrere Rackeinheiten, so dass Du deine 19’’-Hardware flexibel an Deinen Workflow anpassen sowie sauber verkabeln kannst und die Anzeigen und Regler auf den Frontseiten jederzeit im Blick hast.

Du siehst – ein professionelles Studiomöbel kann Dir in vielen Bereichen und Momenten das Produktionsleben vereinfachen und deine Kompositionen, Mischungen und Masterings ganz ohne aufwendige Maßnahmen auf mehreren Ebenen verbessern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.