19‘‘ – Alles rund ums Rack

Jeder unserer Studiotische verfügt über Rackspace für deine Studio-Hardware, in unterschiedlicher Größe und Anordnung. Doch was ist das überhaupt – ein Rack? Und was solltest Du beim Arbeiten mit Racks beachten? In dieser Studioguide-Folge geben wir dir hilfreiche Tipps, damit du den Rackspace deines Studiomöbels optimal nutzt und gängige Fehler vermeidest, die nicht nur deinen Workflow beeinträchtigen, sondern im schlimmsten Fall auch dein Equipment beschädigen können.

Die Basics

Beginnen wir mit den Basics zum Thema „Rack“: Ein Rack ist eine international genormte Haltevorrichtung für elektronische Geräte. Die bekannteste Form stellen hierbei die 19‘‘-Racks dar, in denen Du Geräte mit einer Frontplatten-Breite von exakt 48,26 Zentimetern (= 19‘‘) montieren kannst. Neben der Rack-Breite spielt auch die Rack-Höhe eine entscheidende Rolle. Hierfür existiert der bekannte Maßstab HE (Höheneinheit) bzw. U oder RU (rack unit) im Englischen für die genormte Höhe 4,445 cm bzw. 1,75 Zoll der Frontplatten (Achtung: nicht der Gehäuse-Höhe!). Studio-Hardware, etwa ein Kompressor, ein Audio Interface oder ein externer Recorder, werden demnach in HE angegeben.

Neben 19‘‘ (Breite) und HE (Höhe) solltest Du zudem immer auch die Einbautiefe der jeweiligen Geräte bedenken, denn hier gibt es keine Normen, an die sich die Hersteller halten müssen. Zu den Problemen und Gefahren, die durch unachtsam platzierte Rack-Hardware entstehen können, kommen wir gleich.

Darauf solltest Du achten

Vorweg können wir dir versichern: Unsere Studiotische sind bereits so designt und professionell konstruiert, dass Du dir keine Sorgen um die Sicherheit deiner Hardware-Geräte machen musst. So spendieren wir jedem Rack eine zusätzliche ½ HE, um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten (ein 12 HE Rack ist also 12,5 HE hoch). Gleichzeitig hast Du dadurch genug Platz, um Anschlusskabel von der Rückseite deiner Hardware nach vorne zu führen. Zudem verfügen alle unsere Racks über „Rack Rails“ – eine mechanische Vorrichtung, mit der Du die 19‘‘-Geräte in beliebiger Höhe verschieben, positionieren und verschrauben kannst.

Nichtsdestotrotz gibt es einige wertvolle Tipps und Hinweise, die Du beachten solltest, um möglichst effektiv im Studio arbeiten zu können und nachträglichen Stress und Ärger zu vermeiden. Ein wichtiger Tipp vorweg, der immer gilt: Es schadet nie, mehr Rackspace einzuplanen als die addierten HE deiner Hardware-Sammlung in der Summe ergeben, denn wer hat schon genug Equipment in seinem Studio…

Hitzeentwicklung

Elektronische Geräte erzeugen Abwärme – manche mehr, manche weniger. Während ein digitales Effektgerät in der Regel unbedenklich ist, können insbesondere Röhren-basierte Prozessoren eine beträchtliche Hitzeentwicklung erzeugen. Wer sich dazu noch an seine Schulzeit und den Begriff „Thermodynamik“ erinnert, weiß, dass heiße(re) Luft immer nach oben steigt. Aus diesem Grund liegt es nahe, stärker hitzeentwickelnde Geräte im Rack weiter oben zu platzieren. Dadurch vermeidest Du, dass die Abwärme auch die elektronischen Komponenten deiner anderen aufheizt. Unsere Studiotische bzw. Racks sind zwar mit ausreichend Lüftungsmöglichkeiten versehen – den Gesetzen der Physik können aber auch wir uns nicht entziehen.

Rack-Tiefe

Wenn Du dir die Abmessungen eines Racks betrachtest und mit den Maßen deiner 19‘‘-Geräte vergleichst, solltest Du immer daran denken, ausreichend Platz auf der Rückseite für die Verkabelung einzuplanen – insbesondere bei analoger Hardware, deren klassische Steckverbinder (Klinke & XLR) mehr Platz benötigen als ein USB- oder Toslink-Stecker. Klinken-Kabel lassen sich in der Regel durch platzsparende, gewinkelte Stecker-Varianten ersetzen.

Kabelmanagement

Achte weiterhin auf ein penibles Kabelmanagement! Am besten markierst Du jedes Kabel mit einem farblichen Marker bzw. einem Codier-Ring und führst Kabel, die Du nicht täglich zum Patchen deiner Geräte brauchst, über Kabelbinder mit Klettverschluss o.ä. zusammen. Einmal erledigt, sparst Du dir Unmengen an Zeit – nicht zuletzt bei der lästigen Fehlersuche nach dem Ausschlussprinzip.

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